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	<title>Jediblog &#187; Mobilfunk</title>
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	<description>Die Welt aus der Sicht eines Nerds</description>
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		<title>LTE &#8211; Schneller als das Licht</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 10:58:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jedi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[LTE]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Liebe Freunde, es ist mal wieder so weit, ich hab &#8216;n&#8217; dicken Hals!&#8221;, könnte ich Professor Harald Lesch von der Ludwig-Maximilians-Universität München zitieren &#8211; oder direkt Dieter Nuhr: &#8220;Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.&#8221;
Doch was ist passiert?

Wieder einmal wurde von der Redaktion der BILD ein Bericht zu einem Thema veröffentlicht, von dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Liebe Freunde, es ist mal wieder so weit, ich hab &#8216;n&#8217; dicken Hals!&#8221;, könnte ich Professor Harald Lesch von der Ludwig-Maximilians-Universität München zitieren &#8211; oder direkt Dieter Nuhr: &#8220;Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.&#8221;</p>
<p>Doch was ist passiert?<br />
<span id="more-69"></span></p>
<p>Wieder einmal wurde von der Redaktion der BILD ein <a href="http://www.bild.de/BILD/digital/cebit/2010/umts-nachfolger-lte-/mobilfunkstandard-mobile-netze-datenfunk.html">Bericht</a> zu einem Thema veröffentlicht, von dem der Autor offensichtlich nicht allzu viel versteht. Es geht um LTE (Long Term Evolution), also die Technik, die das jetzige UMTS ablösen soll.</p>
<p>LTE soll laut BILD schon 2010 in Deutschland starten. Das mag sein. Wann der &#8220;normale&#8221; Mobilfunkbenutzer in den Genuss kommen wird, steht aber vermutlich noch in den Sternen.</p>
<p>Es geht hier aber gar nicht um die prognostizierte Verfügbarkeit, viel wichtiger sind die Fortschritte, die wir mit LTE erleben werden. Wer die Fortschritte beurteilen können will, benötigt zunächst Informationen über den jetzigen Stand der Technik. Also bitte:</p>
<blockquote><p>Die [!] Übertragungsstandard UMTS, auch als 3G bekannt, ist zur Zeit die gängige Datenübertragung für Mobiltelefone. Die schnellste Variante ist HSDPA+. Damit ist das Herunterladen von Daten mit einer Geschwindigkeit von 40 MB pro Sekunde möglich.</p></blockquote>
<p>Nun findet man im Internet lediglich sehr alte Artikel zum Thema HSDPA+. Gemeinsam haben diese, dass von einer maximalen Datenrate von 28,8 Mbit pro Sekunde berichtet wird. Das kann also nicht gemeint sein. Viel eher wird meint der Artikel eine der vielen Varianten von HSDPA, die man z.B. in der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/HSDPA#HSDPA_User_Equipment_.28UE.29_categories">Wikipedia</a> findet. Dort wird allerdings von einer physikalische Grenze gesprochen, die bei 84,4 Mbit pro Sekunde liegt &#8211; also gerade einem Fünftel der in Aussicht gestellten Geschwindigkeit. Dass selbst dies zurzeit von keinem Netzanbieter angeboten wird und selbst wenn, ein Benutzer auf der Anwendungsebene maximal 85 Prozent dieser Datenrate auch nutzen könnten (der Rest wird für Header benutzt) lassen wir dabei außen vor.</p>
<p>Wir sind also heute noch nicht ganz so weit, wie der Bericht uns glauben lässt. Ein weiterer Grund, sich auf LTE zu freuen, denn:</p>
<blockquote><p>[LTE] bietet doppelt so hohe Übertragungsraten sowie modernste Glasfasernetze.</p></blockquote>
<p>An dieser Stelle würde ich gerne aus dem Anhalter durch die Galaxis zitieren (&#8220;Der vorangehende Satz ist logisch, das ist nicht das Problem. [...] Lesen Sie ihn nochmal, und Sie werden ihn verstehen.&#8221;), doch der Satz ist leider nicht logisch. Gemeint war vermutlich eine doppelt so hohe Übertragungsrate <em>wie </em>modernste Glasfasernetze.</p>
<p>Modernste Glasfasernetze ermöglichen Übertragungsgeschwindigkeiten im Gigabit- oder sogar Terabit-Bereich. Meine Vorfreude auf LTE steigt beim Lesen des Artikels in jeder Zeile.</p>
<p>Dann ist leider doch nur die Rede von 170 MB pro Sekunde, was gerade einmal im unteren Gigabit-Bereich anzusiedeln wäre. Für den Upload sollen sogar nur 50 MB pro Sekunde erreicht werden. Na gut, auch damit will ich mich für mein Handy zufrieden geben, wo ich doch weiß, dass die Schreib- und Lesegeschwindigkeit der eingebauten SD-Karte viel niedriger sind und selbst der eventuell sehr schnelle interne Speicher lange nicht an diese Geschwindigkeit heran kommen dürfte.</p>
<p>Es bleibt also nur noch ein einziges Problem: mein <span style="text-decoration: line-through;">angeborenes</span> antrainiertes Misstrauen gegenüber allem, was die Bild veröffentlicht. Ein Blick in andere Quellen und vorbei ist es mit der Vorfreude. Da ist auf einmal von 326,4 Mbit pro Sekunde die Rede, wenn es um den Download geht. Für den Upload sollen sogar maximal 86,4 Mbit pro Sekunde erreicht werden. Das überfordert die meisten SD-Karten zwar immernoch, klingt aber für einen BILD-Bericht vermutlich viel zu realistisch.</p>
<p>Einige Gemeinsamkeiten mit der BILD muss ich mir allerdings eingestehen. Ich habe genauso wenig wie die BILD viele zuverlässige Informationen zum Thema LTE. Auch fehlt mir genauso wie den Redakteuren der BILD eine vernünftige journalistische Ausbildung. Eventuell findet man sogar in diesem Artikel Fehler in der Sprache, wie man es in den meisten BILD-Artikeln erwarten darf. Einen Unterschied möchte ich allerdings betonen:</p>
<p>Ich behaupte nicht das Gegenteil.</p>
<p>Long Term Evolution steckt noch in den Kinderschuhen. Konkrete Zahlen zu nennen, ist absurd. Der Name sagt auch, dass es sich um eine langfristige Entwicklung handelt, nicht um einen Standard, der jetzt eingeführt wird und dann nicht verbessert wird.</p>
<p>Vielleicht noch ein kleiner Hinweis am Rande:</p>
<blockquote><p>NSN rechnet bis 2015 mit einer Zunahme des Datenverkehrs um  10 000 Prozent. Das wären 23 Exabytes pro Jahr!</p></blockquote>
<p>Sehr informativ. Doch wer weiß, ohne lange nachzudenken, dass folgender Satz, die gleiche Aussage trifft:</p>
<blockquote><p>NSN rechnet bis 2015 mit hunter mal so viel Datenverkehr wie heute (eigentlich 101 mal). Das wären  23 Millionen Terabyte pro Jahr.</p></blockquote>
<p>Der Unterschied? Den Faktor 100 kann sich ein Mensch eventuell vorstellen, eine Zunahme um 10000 Prozent eher nicht. Mit Exabyte kann niemand etwas anfangen, selbst Terabyte sind für viele noch unbekannt. Aber man sollte wohl nicht davon ausgehen, dass bei der BILD die Absicht besteht, dass die Leser die Artikel auch verstehen.</p>
<p>Verstünden die Leser alles, so könnten sie schließlich nachrechnen, was es mit der folgenden Aussage auf sich hat:</p>
<blockquote><p>Vergleich: Ein solches Datenaufkommen gäbe es, wenn 6,3 Milliarden Menschen ein Jahr lang täglich ein digitalisiertes Buch herunterladen würden.</p></blockquote>
<p>23 Exabyte = 23.000 Petabyte = 23.000.000 Terabyte = 23.000.000.000 Gigabyte = 23.000.000.000.000 Megabyte</p>
<p>23.000.000.000.000 Megabyte / (6.300.000.000 * 365) = 10 Megabyte</p>
<p>Wir lernen: Ein digitalisiertes Buch ist 10 Megabyte groß. Es muss sich um ein Bilderbuch handeln. Selbst die <a href="http://www.gutenberg.org/etext/10">Bibel</a> ist digitalisiert kleiner als 5 Megabyte. Aber vielleicht dachte der Autor auch an die letzte abfotografierte Version eines noch unveröffentlichten Buches.</p>
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		<title>n900: Für und Wider</title>
		<link>http://www.jediblog.de/allgemein/n900-fur-und-wider</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jedi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Nokia]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Das neue Flag-Schiff von Nokia heißt n900: ein Handy, das fast alle Funktionen bietet, die man von einem modernen Smartphone erwarten würde. Einen ausführlichen Testbericht überlasse ich an dieser Stelle meinem Bruder. Was mich interessiert: der Preis.
Die Fakten

Die in Deutschland erhobene Mehrwertsteuer (auf Mobiltelefone) beträgt 19 Prozent.
In den USA gibt es keine einheitliche Mehrwertsteuer. Vergleichbar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das neue Flag-Schiff von Nokia heißt n900: ein Handy, das fast alle Funktionen bietet, die man von einem modernen Smartphone erwarten würde. Einen <a href="http://erasmus30.de/?p=266">ausführlichen Testbericht</a> überlasse ich an dieser Stelle meinem Bruder. Was mich interessiert: der Preis.<span id="more-26"></span></p>
<p><strong>Die Fakten</strong></p>
<ul>
<li>Die in Deutschland erhobene Mehrwertsteuer (auf Mobiltelefone) beträgt 19 Prozent.</li>
<li>In den USA gibt es keine einheitliche Mehrwertsteuer. Vergleichbar wäre die Sales Tax, die je nach Bundesstaat zwischen 0 und 10 Prozent beträgt.</li>
<li>Es gibt keinen allzu großen Unterschied zwischen dem amerikanischen und dem deutschen Durchschnittseinkommen.</li>
<li>Nokia ist ein finnisches Unternehmen.</li>
<li>Finnland gehört nicht zu den Vereinigten Staaten von Amerika.</li>
</ul>
<p><strong>Der Preis</strong></p>
<p>Will man in Deutschland das n900 kaufen, so zahlt man dafür zurzeit noch ca. 520 Euro. Bis vor einigen Tagen waren es noch 40 Euro mehr, was wohl daran lag, dass der Nokia-Shop und Amazon das Handy exklusiv im Angebot hatten. Ab morgen bekommt man es in unzähligen Shops.</p>
<p>Die Amerikaner dürften bei dem Preis leicht schmunzeln. Sie können das Handy für 529 Dollar kaufen. Beim aktuellen Wechselkurs sind das 385 Euro &#8211; oder auch 26 Prozent weniger.</p>
<p><strong>Ein Erklärungsversuch</strong></p>
<p>Zunächst könnte man versuchen, den Preisunterschied durch die unterschiedlichen Steuersätze zu erklären. Bei 6 Prozent Sales Tax liegt der Nettopreis in den USA bei 363 Euro. In Deutschland sind es immerhin noch 437 Euro. Der Unterschied ist also nicht mehr ganz so groß.</p>
<p>Das Mobilfunknetz könnte ein weiterer Grund für den Preisunterschied sein. Denn wer das n900 kauft, will auch online-Dienste nutzen. So ist eine vernünftige Internetverbindung zwingend erforderlich. In den USA ist UMTS noch immer nicht so weit wie bei uns. Die Netzabdeckung ist nicht überall gut und die Geschwindigkeit nicht vergleichbar mit dem, was wir über HSDPA erreichen. Andererseits ist man in puncto WLAN ein ganzes Stück weiter. In den Foren auf <a href="http://talk.maemo.org/">maemo.org</a> äußerte sich ein Mitglied dazu mit &#8220;I don&#8217;t use 3G here in Canada or the US (it costs too much and Wifi is everywhere)&#8221;.</p>
<p><strong>Jetzt den Flug buchen?</strong></p>
<p>Für 144 Euro kommt man noch nicht in die USA. Alleine der Zeitaufwand wird durch den Preisunterschied schon nicht gerechtfertigt. Was aber, wenn man zufällig einen Urlaub dort geplant hat? Was, wenn man Besuch aus den Staaten erwartet?</p>
<p>Zunächst zur rechtlichen Situation: Elektronikartikel aus den USA nach Deutschland einzuführen kann teuer werden. Je nach Gerät werden <a href="http://www.zoll.de/faq/reiseverkehr/einreise_nicht_eg/index.html">bis zu 14 Prozent Zoll</a> fällig. Auf den Zollpreis (Anschaffungskosten + Zoll) kommt dann noch die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) von 19 Prozent. Bei Mobiltelefonen wird allerdings kein Zoll erhoben, es bleibt also nur die EUSt. Handelt es sich um ein Gerät für den privaten Gebrauch oder um ein Geschenk und liegt der Warenwert unter 430 Euro, so entfällt selbst diese. Wer also bloß an ein Exemplar des n900 denkt, der dürfte keine weiteren Kosten erwarten.</p>
<p>Vor dem Kauf sollte man dennoch kurz innehalten. Die Tastatur der US-Version hat ein leicht verändertes Layout. Umlaute, sowie unser &#8220;ß&#8221; fehlen, dafür ist Platz für vier Pfeiltasten (in der deutschen Version werden die Tasten &#8220;links&#8221; und &#8220;rechts&#8221; erst duch einen Umschalter zu &#8220;hoch&#8221; und &#8220;runter&#8221;). Für Menschen, die auf Umlaute verzichten können, hat die US-Version also eher Vorteile.</p>
<p>Das Betriebssystem ist ebenfalls englisch. Da es sich aber um eine Linux-Distribution handelt, dürfte dies &#8211; wenn gewünscht &#8211; einfach zu beheben sein. Auch die WLAN-Kanäle (in den USA andere als in Europa) könnten Probleme verursachen, die aber ebenfalls durch Anpassungen an der Software lösbar sein sollten.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Das n900 ist teuer. Bisher fehlte mir der Vergleich zu anderen Smartphones mit ähnlichen Fähigkeiten. Die Möglichkeiten scheinen durch das Betriebssystem unbegrenzt, was aber nicht heißt, dass Android und Co. da nicht mithalten können.</p>
<p>Für mich stellt sich bei der bevorstehenden Reise nach New York die Frage: Kaufe ich mir das n900, ohne zuvor etwas das Motorola Milestone selbst getestet zu haben, oder kaufe ich, wie ursprünglich geplant ein Netbook, bei dem ich ähnliche Preisvorteile erziele? Beides lässt der deutsche Zoll nicht zu.</p>
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