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	<title>Jediblog &#187; Mobilfunk</title>
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	<description>Die Welt aus der Sicht eines Nerds</description>
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		<title>Offener Brief an Vodafone</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 10:35:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jedi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Vodafone]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebes Vodafone-Team, da ich gerne mit offenen Karten spiele, möchte ich euch einleitend darüber informieren, dass ich seit einigen Jahren sowohl lesen als auch rechnen kann. Zwar kommt es vor, dass ich mich verlese und dass ich mich verrechne, jedoch selten. Dass ihr mich anruft und mir anbietet, die Kosten meines Mobilfunkvertrags zu senken, finde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebes Vodafone-Team, </p>
<p>da ich gerne mit offenen Karten spiele, möchte ich euch einleitend darüber informieren, dass ich seit einigen Jahren sowohl lesen als auch rechnen kann. Zwar kommt es vor, dass ich mich verlese und dass ich mich verrechne, jedoch selten.<br />
<span id="more-199"></span><br />
Dass ihr mich anruft und mir anbietet, die Kosten meines Mobilfunkvertrags zu senken, finde ich nett. Dass dies mit einer 120-Minuten-Option für alle Netze möglich sein soll, finde ich zumindest erstaunlich. Denn es gibt nur zwei Netze, in die ich nicht ohnehin schon kostenlos telefoniere. Dass ihr euch meine Rechnungen angesehen habt und festgestellt habt, dass ich durch die Option (die 10 Euro im Monat kostet) tatsächlich Geld sparen würde, zeigt mir, dass ihr nicht mit offenen Karten spielt.</p>
<p>Ihr hättet mir bei Vertragsabschluss sagen sollen, dass ihr nicht lesen und rechnen könnt. Dass ihr nicht schreiben könnt und eigene Fehler nicht zugeben wollt, habt ihr ja <a href="http://www.jediblog.de/vodafone-kann-etwas-gut" title="Vodafone kann etwas gut">schon eindrucksvoll bewiesen</a>. Dass ihr mich anlügt, das mag ich euch aber nicht (schon wieder) unterstellen. Nein, ihr habt sicher meine Rechnungen gesehen und dabei aber entweder nicht richtig gelesen, dass meine Gesprächskosten in keinem Monat seit Vertragsbeginn höher als 9,07 Euro waren oder ihr seid nicht in der Lage, die Netto-Preise auf der Rechnung in Brutto-Preise umzurechnen. Vielleicht wisst ihr auch nicht, dass 9,07 echt kleiner als 10 ist. </p>
<p>Man muss euch zugute halten, dass die 120 Minuten &#8211; wenn man sie ausnutzt &#8211; relativ günstig sind. Ohne die Option kann ich für 10 Euro gerade einmal 34 Minuten telefonieren. Mit meinen durchschnittlich 21 Minuten Gesprächszeit bin ich davon aber noch relativ weit entfernt. War das zu viel hohe Mathematik? Dann noch einmal in langsam: Eure Minutenoption lohnt sich für mich nicht.</p>
<p>Bitte nehmt also vor eurem nächsten Anruf Nachhilfe oder fragt jemanden, der sich mit meinen Rechnungen auskennt (z.B. mich), bevor ihr versucht, mich von falschen Aussagen zu überzeugen.</p>
<p>Oder war eure Gewinnmaximierungsabsicht doch höher als eure Ehrlichkeit?</p>
<p>Die Verbraucherzentrale NRW wurde über den Vorfall informiert. Vielleicht kann dort auch jemand Nachhilfelehrer empfehlen.</p>
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		<title>Vodafone kann etwas gut</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 15:32:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jedi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Vodafone]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Name ist kompliziert &#8211; ohne Frage. Ein &#8220;e&#8221; am Ende, ein &#8220;tz&#8221; in der Mitte, das kann ja niemand im ersten Versuch richtig schreiben. Nun gut, der Personalausweis hätte ausreichend Hilfe sein sollen, aber das erfordert zusätzlich noch Lesefähigkeit. Es soll aber auch wirklich niemand wegen eines simplen Tippfehlers in den Dreck gezogen werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Name ist kompliziert &#8211; ohne Frage. Ein &#8220;e&#8221; am Ende, ein &#8220;tz&#8221; in der Mitte, das kann ja niemand im ersten Versuch richtig schreiben. Nun gut, der Personalausweis hätte ausreichend Hilfe sein sollen, aber das erfordert zusätzlich noch Lesefähigkeit. Es soll aber auch wirklich niemand wegen eines simplen Tippfehlers in den Dreck gezogen werden, die passieren mir schließlich auch.<span id="more-186"></span></p>
<p><strong>Die Chronologie eines Vertragsabschlusses</strong></p>
<ul>
<li>18.06.2011: Vertragsabschluss im Vodafone-Shop<br />
Auf dem ausgedruckten Vertrag entdecke ich den Tippfehler in meinem Namen, weise den Mitarbeiter darauf hin. Nach ein paar Tastendrücken ist auf dem neuen Ausdruck der Tippfehler an den meisten Stellen verschwunden &#8211; an einigen Stellen jedoch nicht. Auf den erneuten Hinweis entgegnet der Mitarbeiter, dass der richtige Name jetzt im System übernommen sei und der Fehler auf dem Ausdruck keine Rolle spiele. Also unterschreibe ich den Vertrag. Geplant ist, dass meine Rufnummer portiert wird, der alte Vertrag läiuft noch bis zum 26.06.2011, der Mitarbeiter bestätigt, dass dies nahtlos kein Problem wäre.</li>
<li>22.06.2011: 1. E-Mail vom Filialleiter des Vodafone-Shops<br />
Am Morgen des folgenden Mittwochs erreicht mich eine E-Mail, in der beschrieben wird, dass E-Plus die Portierung verweigert. Ich werde gebeten, die Kündigungsbestätigung und eine Personalausweiskopie an Vodafone zu senden.</li>
<li>22.06.2011: Telefonat mit dem E-Plus-Kundenservice<br />
Der Mitarbeiter des E-Plus-Kundenservice informiert mich, dass die Portierung abgelehnt wurde, weil in der Anfrage von Vodafone der Name falsch geschrieben wurde. Der genannte Tippfehler deckt sich mit dem, der bei Abschluss des Vertrags gemacht wurde.</li>
<li>22.06.2011: Antwort an den Filialleiter des Vodafone-Shops<br />
Ich unterrichte den Filialleiter, dass eine Anfrage an E-Plus mit dem korrekt geschriebenen Namen sicherlich von Erfolg gekrönt sein würde.</li>
<li>22.06.2011: 2. E-Mail vom Filialleiter des Vodafone-Shops<br />
Der Filialleiter schreibt, sein Kollege habe die Daten korrigiert, an dem Tippfehler könne es nicht liegen. Ich solle die angeforderten Unterlagen zuschicken, um die Portierung voranzubringen.</li>
<li><strong>Respekt an E-Plus: Ohne, dass Vodafone eine falsche Anfrage gestellt hat, weiß man dort, welche Tippfehler bei Vertragsabschlüssen von Vodafone gemacht werden.</strong></li>
<li>22.06.2011: E-Mail mit angeforderten Unterlagen an den Filialleiter</li>
<li>Pause</li>
<li>25.06.2011: Gespräch mit Mitarbeiter im Vodafone-Shop:<br />
Der Mitarbeiter im Shop kann zunächst keine Auskunft geben, was genau der Status &#8220;in Bearbeitung&#8221; bedeutet. Ein Anruf bei der Vodafone-internen Hotline ergibt, dass dort die Kündigungsbestätigung noch nicht vorliegt. Angeblich (wie ich zwei Tage später erfahre) wurde diese jedoch am 24.06.2011 weitergeleitet. Also schicke ich die Unterlagen direkt an die interne Hotline. Der Mitarbeiter rät mir, dem Shop am folgenden Montag die Türen einzurennen.</li>
<li>26.06.2011: Letzter Tag des E-Plus-Vertrags<br />
Nach über einer Stunde Wartezeit (in vier Versuchen, weil die Verbindung nach spätestens 18 Minuten getrennt wird), spreche ich einen Mitarbeiter der Vodafone-Hotline. Resultat: Ich soll am Montag noch einmal anrufen.</li>
<li>27.06.2011: Erster Tag ohne Mobilfunk<br />
Im Shop kann man nicht helfen. Die Portierung sei &#8220;in Bearbeitung&#8221;. Die Zeit bis zum Erfolg kann nicht abgeschätzt werden. Es kommen keine Angebote vom Shop, hinsichtlich einer vorübergehenden SIM-Karte. Der Filialleiter sagt kein Wort während meines Gesprächs mit seinem Kollegen.  Er schüttelt den Kopf, als ich erwähne, dass die falsche Anfrage von Vodafone die Ursache für die Verzögerung ist. In Wirklichkeit traue ich E-Plus die hellseherische Fähigkeit nicht zu.</li>
<li>28.06.2011: Zweiter Tag ohne Mobilfunk<br />
Die Vodafone-Hotline hat noch immer keine weiteren Informationen. Man rät mir, mich an E-Plus zu wenden, weil auf die Antwort von E-Plus gewartet wird. Bei der E-Plus-Hotline bestätigt man mir den Eingang des Portierungsauftrags am 27.06.2011. Status: &#8220;in Bearbeitung&#8221;.</li>
<li>29.06.2011: Eingang der SIM-Karte<br />
Zwar erhalte ich die SIM-Karte, die ich laut Mitarbeiter des Vodafone-Shops erst nach erfolgreicher Portierung erhalte, doch das Portierungsdatum, welches im beiliegenden &#8220;Welcome-Letter&#8221; genannt wird, ist der 5. Juli. Vom Verschicken des Portierungsauftrags bis zur Portierung vergehen also fünf Werktage (ohne Samstage). Bei Vertragsabschluss hatte man die Portierung in vier Werktagen zugesagt. Selbst ohne den Fehler wäre das also schon unrealistisch gewesen. Mit Fehler sind aus vier Tagen ganze elf geworden.</li>
<li>05.07.2011: Freischaltung der SIM-Karte<br />
Was am Vortag tatsächlich noch nicht möglich war, gelingt am Tag der Portierung problemlos. Die Nutzung des Vodafone-Netzes ist möglich. Was folgt sind acht SMS zum Vertrag in den nächsten 30 Stunden. Aber gut, wenigstens funktioniert alles.</li>
</ul>
<p>Wie kulant Vodafone sein wird, wird sich noch zeigen. Nach 9 Tagen ohne Mobilfunknetz merkt man jedoch erheblich, wie angewiesen man darauf ist.</p>
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		<title>E-Plus kann etwas gut</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 12:35:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jedi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[E-Plus]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Tatsache, dass E-Plus meiner Meinung nach etwas gut &#8211; sogar sehr gut &#8211; beherrscht, ist in meinen Augen so erstaunlich und bemerkenswert, dass es in der Überschrift erwähnt werden musste. Bitte, bitte, bitte, ich möchte nicht missverstanden werden. Das letzte, aber auch wirklich das allerletzte, was ich möchte, ist Werbung für E-Plus zu machen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tatsache, dass E-Plus meiner Meinung nach etwas gut &#8211; sogar sehr gut &#8211; beherrscht, ist in meinen Augen so erstaunlich und bemerkenswert, dass es in der Überschrift erwähnt werden musste.</p>
<p>Bitte, bitte, bitte, ich möchte nicht missverstanden werden. Das letzte, aber auch wirklich das allerletzte, was ich möchte, ist Werbung für E-Plus zu machen. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn in den vergangen zwei Jahren meiner Vertragslaufzeit bei E-Plus ist genau das &#8211; Werbung machen &#8211; das wirklich einzige, was E-Plus in einem Umfang beherrschte, der mich beeindrucken konnte.</p>
<p><span id="more-176"></span>Kurz zum Netz: Da erwartet der Geschäftsführer für das Jahr 2011 einen Sprung (Connect 12/2010). Man nimmt offenbar viel Anlauf für diesen gigantischen Sprung, der auch nötig ist, um bei der Qualität der Datenübertragung auch nur annähernd das Level der Konkurrenz zu erreichen.</p>
<blockquote><p>Dass E-Plus in Sachen Datennetz dem Rest der Netzbetreiber nicht das  Wasser reichen kann, ist hinlänglich bekannt. Doch scheint es, als wäre  eine Trendwende in Sicht: CEO Dirks kündigte jedenfalls für dieses und  nächstes Jahr eine Netzoffensive an. So sind die Düsseldorfer in  mehreren Regionen mit dem Datenturbo HSPA gestartet, den Stand der Dinge  zeigt der nächste connect-Netztest in der connect-Ausgabe 12/2010 (ab  5.11. am Kiosk).</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://www.connect.de/ratgeber/e-plus-base-1028966,945.html">connect.de</a></p>
<p style="text-align: right;">O2 stellt den <a href="http://o2online.de/nw/assets/blobs/pdfs/connect-netztest-2010.pdf">vollständigen Test</a> online zur Verfügung.</p>
</blockquote>
<p>Bisher jedenfalls fühlt es sich wenn überhaupt nach einem Sturz an. Der im Zitat erwähnte Test zeigt E-Plus sehr weit abgeschlagen hinter den übrigen Anbietern. Aber keine Sorge, liebes E-Plus, der Sturz ist niemals das, was man fürchten sollte. Der Aufprall, der kann schmerzhaft sein. Im Falle eines Mobilfunkanbieter könnte der sich darin äußern, dass immer mehr Menschen dank des enttäuschenden Netzes den Anbieter wechseln. Am Ende steht E-Plus dann nach hohen getätigten Investitionen ohne Kunden da &#8211; aber immerhin mit Top-Empfang.</p>
<p>Jedenfalls mag es E-Plus anscheinend nicht, wenn Kunden aus offensichtlichen Gründen Ihren Vertrag kündigen. Also fängt man an, zu werben. Man wirbt um die Gunst des Kunden und vergrault ihn immer weiter.</p>
<p><strong>Die Chronologie</strong></p>
<p>November 2010: Kündigung des Vertrags zu Ende Juni 2011. Schließlich möchte man sicher gehen, dass der Kundenservice genug Zeit zur Bearbeitung der Anfrage hat.</p>
<p>April/Mai 2011: Erste Anrufe und SMS. &#8220;Wir möchten Sie nicht als Kunden verlieren.&#8221; Die SMS kamen teilweise auch nach 22 Uhr.</p>
<p>Anfang Mai 2011: Eine Mitteilung an E-Plus, die klarstellt, dass derartige Werbung nicht gewünscht ist.</p>
<p>Juni 2011, 14 Tage vor Vertragsende: Erinnerung mit Werbung, dass der Vertrag bald ausläuft.</p>
<p>Juni 2011, 7 Tage vor Vertragsende: Erinnerung mit Werbung, dass der Vertrag bald ausläuft. Reaktion: Mitteilungen an E-Plus und die Verbraucherzentrale NRW, Blogeintrag.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Ich mag es nicht, unfair zu sein. Also: Wer konstante Leistung erwartet, wem es genügt, dass diese weit unter dem Durchschnitt der anderen Mobilfunkanbieter liegt, wer  mit Werbung zu jeder Uhrzeit leben kann und möchte, dem rate ich zu einem Vertrag bei E-Plus.</p>
<p><strong>Nachtrag</strong></p>
<p>Da ich meinen Vertrag damals online abgeschlossen habe, würde ich erwarten, dass ich ihn abgesehen von telefonisch (wie in den SMS beschrieben) auch online verlängern kann. Dafür gibt es unter &#8220;Mein E-Plus&#8221; sogar einen eigenen Menüpunkt. Leider erscheint dort schon seit Beginn meiner Vertragslaufzeit nur der folgende Satz:</p>
<blockquote><p>Sie können Ihren Vertrag zur Zeit nicht verlängern.</p></blockquote>
<p>Danke, E-Plus.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>LTE &#8211; Schneller als das Licht</title>
		<link>http://www.jediblog.de/lte-schneller-als-das-licht</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 10:58:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jedi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[LTE]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Liebe Freunde, es ist mal wieder so weit, ich hab &#8216;n&#8217; dicken Hals!&#8221;, könnte ich Professor Harald Lesch von der Ludwig-Maximilians-Universität München zitieren &#8211; oder direkt Dieter Nuhr: &#8220;Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.&#8221; Doch was ist passiert? Wieder einmal wurde von der Redaktion der BILD ein Bericht zu einem Thema veröffentlicht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Liebe Freunde, es ist mal wieder so weit, ich hab &#8216;n&#8217; dicken Hals!&#8221;, könnte ich Professor Harald Lesch von der Ludwig-Maximilians-Universität München zitieren &#8211; oder direkt Dieter Nuhr: &#8220;Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.&#8221;</p>
<p>Doch was ist passiert?<br />
<span id="more-69"></span></p>
<p>Wieder einmal wurde von der Redaktion der BILD ein <a href="http://www.bild.de/BILD/digital/cebit/2010/umts-nachfolger-lte-/mobilfunkstandard-mobile-netze-datenfunk.html">Bericht</a> zu einem Thema veröffentlicht, von dem der Autor offensichtlich nicht allzu viel versteht. Es geht um LTE (Long Term Evolution), also die Technik, die das jetzige UMTS ablösen soll.</p>
<p>LTE soll laut BILD schon 2010 in Deutschland starten. Das mag sein. Wann der &#8220;normale&#8221; Mobilfunkbenutzer in den Genuss kommen wird, steht aber vermutlich noch in den Sternen.</p>
<p>Es geht hier aber gar nicht um die prognostizierte Verfügbarkeit, viel wichtiger sind die Fortschritte, die wir mit LTE erleben werden. Wer die Fortschritte beurteilen können will, benötigt zunächst Informationen über den jetzigen Stand der Technik. Also bitte:</p>
<blockquote><p>Die [!] Übertragungsstandard UMTS, auch als 3G bekannt, ist zur Zeit die gängige Datenübertragung für Mobiltelefone. Die schnellste Variante ist HSDPA+. Damit ist das Herunterladen von Daten mit einer Geschwindigkeit von 40 MB pro Sekunde möglich.</p></blockquote>
<p>Nun findet man im Internet lediglich sehr alte Artikel zum Thema HSDPA+. Gemeinsam haben diese, dass von einer maximalen Datenrate von 28,8 Mbit pro Sekunde berichtet wird. Das kann also nicht gemeint sein. Viel eher wird meint der Artikel eine der vielen Varianten von HSDPA, die man z.B. in der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/HSDPA#HSDPA_User_Equipment_.28UE.29_categories">Wikipedia</a> findet. Dort wird allerdings von einer physikalische Grenze gesprochen, die bei 84,4 Mbit pro Sekunde liegt &#8211; also gerade einem Fünftel der in Aussicht gestellten Geschwindigkeit. Dass selbst dies zurzeit von keinem Netzanbieter angeboten wird und selbst wenn, ein Benutzer auf der Anwendungsebene maximal 85 Prozent dieser Datenrate auch nutzen könnten (der Rest wird für Header benutzt) lassen wir dabei außen vor.</p>
<p>Wir sind also heute noch nicht ganz so weit, wie der Bericht uns glauben lässt. Ein weiterer Grund, sich auf LTE zu freuen, denn:</p>
<blockquote><p>[LTE] bietet doppelt so hohe Übertragungsraten sowie modernste Glasfasernetze.</p></blockquote>
<p>An dieser Stelle würde ich gerne aus dem Anhalter durch die Galaxis zitieren (&#8220;Der vorangehende Satz ist logisch, das ist nicht das Problem. [...] Lesen Sie ihn nochmal, und Sie werden ihn verstehen.&#8221;), doch der Satz ist leider nicht logisch. Gemeint war vermutlich eine doppelt so hohe Übertragungsrate <em>wie </em>modernste Glasfasernetze.</p>
<p>Modernste Glasfasernetze ermöglichen Übertragungsgeschwindigkeiten im Gigabit- oder sogar Terabit-Bereich. Meine Vorfreude auf LTE steigt beim Lesen des Artikels in jeder Zeile.</p>
<p>Dann ist leider doch nur die Rede von 170 MB pro Sekunde, was gerade einmal im unteren Gigabit-Bereich anzusiedeln wäre. Für den Upload sollen sogar nur 50 MB pro Sekunde erreicht werden. Na gut, auch damit will ich mich für mein Handy zufrieden geben, wo ich doch weiß, dass die Schreib- und Lesegeschwindigkeit der eingebauten SD-Karte viel niedriger sind und selbst der eventuell sehr schnelle interne Speicher lange nicht an diese Geschwindigkeit heran kommen dürfte.</p>
<p>Es bleibt also nur noch ein einziges Problem: mein <span style="text-decoration: line-through;">angeborenes</span> antrainiertes Misstrauen gegenüber allem, was die Bild veröffentlicht. Ein Blick in andere Quellen und vorbei ist es mit der Vorfreude. Da ist auf einmal von 326,4 Mbit pro Sekunde die Rede, wenn es um den Download geht. Für den Upload sollen sogar maximal 86,4 Mbit pro Sekunde erreicht werden. Das überfordert die meisten SD-Karten zwar immernoch, klingt aber für einen BILD-Bericht vermutlich viel zu realistisch.</p>
<p>Einige Gemeinsamkeiten mit der BILD muss ich mir allerdings eingestehen. Ich habe genauso wenig wie die BILD viele zuverlässige Informationen zum Thema LTE. Auch fehlt mir genauso wie den Redakteuren der BILD eine vernünftige journalistische Ausbildung. Eventuell findet man sogar in diesem Artikel Fehler in der Sprache, wie man es in den meisten BILD-Artikeln erwarten darf. Einen Unterschied möchte ich allerdings betonen:</p>
<p>Ich behaupte nicht das Gegenteil.</p>
<p>Long Term Evolution steckt noch in den Kinderschuhen. Konkrete Zahlen zu nennen, ist absurd. Der Name sagt auch, dass es sich um eine langfristige Entwicklung handelt, nicht um einen Standard, der jetzt eingeführt wird und dann nicht verbessert wird.</p>
<p>Vielleicht noch ein kleiner Hinweis am Rande:</p>
<blockquote><p>NSN rechnet bis 2015 mit einer Zunahme des Datenverkehrs um  10 000 Prozent. Das wären 23 Exabytes pro Jahr!</p></blockquote>
<p>Sehr informativ. Doch wer weiß, ohne lange nachzudenken, dass folgender Satz, die gleiche Aussage trifft:</p>
<blockquote><p>NSN rechnet bis 2015 mit hundert mal so viel Datenverkehr wie heute (eigentlich 101 mal). Das wären  23 Millionen Terabyte pro Jahr.</p></blockquote>
<p>Der Unterschied? Den Faktor 100 kann sich ein Mensch eventuell vorstellen, eine Zunahme um 10000 Prozent eher nicht. Mit Exabyte kann niemand etwas anfangen, selbst Terabyte sind für viele noch unbekannt. Aber man sollte wohl nicht davon ausgehen, dass bei der BILD die Absicht besteht, dass die Leser die Artikel auch verstehen.</p>
<p>Verstünden die Leser alles, so könnten sie schließlich nachrechnen, was es mit der folgenden Aussage auf sich hat:</p>
<blockquote><p>Vergleich: Ein solches Datenaufkommen gäbe es, wenn 6,3 Milliarden Menschen ein Jahr lang täglich ein digitalisiertes Buch herunterladen würden.</p></blockquote>
<p>23 Exabyte = 23.000 Petabyte = 23.000.000 Terabyte = 23.000.000.000 Gigabyte = 23.000.000.000.000 Megabyte</p>
<p>23.000.000.000.000 Megabyte / (6.300.000.000 * 365) = 10 Megabyte</p>
<p>Wir lernen: Ein digitalisiertes Buch ist 10 Megabyte groß. Es muss sich um ein Bilderbuch handeln. Selbst die <a href="http://www.gutenberg.org/etext/10">Bibel</a> ist digitalisiert kleiner als 5 Megabyte. Aber vielleicht dachte der Autor auch an die letzte abfotografierte Version eines noch unveröffentlichten Buches.</p>
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		<title>n900: Für und Wider</title>
		<link>http://www.jediblog.de/n900-fur-und-wider</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jedi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Nokia]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Das neue Flag-Schiff von Nokia heißt n900: ein Handy, das fast alle Funktionen bietet, die man von einem modernen Smartphone erwarten würde. Einen ausführlichen Testbericht überlasse ich an dieser Stelle meinem Bruder. Was mich interessiert: der Preis. Die Fakten Die in Deutschland erhobene Mehrwertsteuer (auf Mobiltelefone) beträgt 19 Prozent. In den USA gibt es keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das neue Flag-Schiff von Nokia heißt n900: ein Handy, das fast alle Funktionen bietet, die man von einem modernen Smartphone erwarten würde. Einen <a href="http://erasmus30.de/?p=266">ausführlichen Testbericht</a> überlasse ich an dieser Stelle meinem Bruder. Was mich interessiert: der Preis.<span id="more-26"></span></p>
<p><strong>Die Fakten</strong></p>
<ul>
<li>Die in Deutschland erhobene Mehrwertsteuer (auf Mobiltelefone) beträgt 19 Prozent.</li>
<li>In den USA gibt es keine einheitliche Mehrwertsteuer. Vergleichbar wäre die Sales Tax, die je nach Bundesstaat zwischen 0 und 10 Prozent beträgt.</li>
<li>Es gibt keinen allzu großen Unterschied zwischen dem amerikanischen und dem deutschen Durchschnittseinkommen.</li>
<li>Nokia ist ein finnisches Unternehmen.</li>
<li>Finnland gehört nicht zu den Vereinigten Staaten von Amerika.</li>
</ul>
<p><strong>Der Preis</strong></p>
<p>Will man in Deutschland das n900 kaufen, so zahlt man dafür zurzeit noch ca. 520 Euro. Bis vor einigen Tagen waren es noch 40 Euro mehr, was wohl daran lag, dass der Nokia-Shop und Amazon das Handy exklusiv im Angebot hatten. Ab morgen bekommt man es in unzähligen Shops.</p>
<p>Die Amerikaner dürften bei dem Preis leicht schmunzeln. Sie können das Handy für 529 Dollar kaufen. Beim aktuellen Wechselkurs sind das 385 Euro &#8211; oder auch 26 Prozent weniger.</p>
<p><strong>Ein Erklärungsversuch</strong></p>
<p>Zunächst könnte man versuchen, den Preisunterschied durch die unterschiedlichen Steuersätze zu erklären. Bei 6 Prozent Sales Tax liegt der Nettopreis in den USA bei 363 Euro. In Deutschland sind es immerhin noch 437 Euro. Der Unterschied ist also nicht mehr ganz so groß.</p>
<p>Das Mobilfunknetz könnte ein weiterer Grund für den Preisunterschied sein. Denn wer das n900 kauft, will auch online-Dienste nutzen. So ist eine vernünftige Internetverbindung zwingend erforderlich. In den USA ist UMTS noch immer nicht so weit wie bei uns. Die Netzabdeckung ist nicht überall gut und die Geschwindigkeit nicht vergleichbar mit dem, was wir über HSDPA erreichen. Andererseits ist man in puncto WLAN ein ganzes Stück weiter. In den Foren auf <a href="http://talk.maemo.org/">maemo.org</a> äußerte sich ein Mitglied dazu mit &#8220;I don&#8217;t use 3G here in Canada or the US (it costs too much and Wifi is everywhere)&#8221;.</p>
<p><strong>Jetzt den Flug buchen?</strong></p>
<p>Für 144 Euro kommt man noch nicht in die USA. Alleine der Zeitaufwand wird durch den Preisunterschied schon nicht gerechtfertigt. Was aber, wenn man zufällig einen Urlaub dort geplant hat? Was, wenn man Besuch aus den Staaten erwartet?</p>
<p>Zunächst zur rechtlichen Situation: Elektronikartikel aus den USA nach Deutschland einzuführen kann teuer werden. Je nach Gerät werden <a href="http://www.zoll.de/faq/reiseverkehr/einreise_nicht_eg/index.html">bis zu 14 Prozent Zoll</a> fällig. Auf den Zollpreis (Anschaffungskosten + Zoll) kommt dann noch die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) von 19 Prozent. Bei Mobiltelefonen wird allerdings kein Zoll erhoben, es bleibt also nur die EUSt. Handelt es sich um ein Gerät für den privaten Gebrauch oder um ein Geschenk und liegt der Warenwert unter 430 Euro, so entfällt selbst diese. Wer also bloß an ein Exemplar des n900 denkt, der dürfte keine weiteren Kosten erwarten.</p>
<p>Vor dem Kauf sollte man dennoch kurz innehalten. Die Tastatur der US-Version hat ein leicht verändertes Layout. Umlaute, sowie unser &#8220;ß&#8221; fehlen, dafür ist Platz für vier Pfeiltasten (in der deutschen Version werden die Tasten &#8220;links&#8221; und &#8220;rechts&#8221; erst duch einen Umschalter zu &#8220;hoch&#8221; und &#8220;runter&#8221;). Für Menschen, die auf Umlaute verzichten können, hat die US-Version also eher Vorteile.</p>
<p>Das Betriebssystem ist ebenfalls englisch. Da es sich aber um eine Linux-Distribution handelt, dürfte dies &#8211; wenn gewünscht &#8211; einfach zu beheben sein. Auch die WLAN-Kanäle (in den USA andere als in Europa) könnten Probleme verursachen, die aber ebenfalls durch Anpassungen an der Software lösbar sein sollten.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Das n900 ist teuer. Bisher fehlte mir der Vergleich zu anderen Smartphones mit ähnlichen Fähigkeiten. Die Möglichkeiten scheinen durch das Betriebssystem unbegrenzt, was aber nicht heißt, dass Android und Co. da nicht mithalten können.</p>
<p>Für mich stellt sich bei der bevorstehenden Reise nach New York die Frage: Kaufe ich mir das n900, ohne zuvor etwas das Motorola Milestone selbst getestet zu haben, oder kaufe ich, wie ursprünglich geplant ein Netbook, bei dem ich ähnliche Preisvorteile erziele? Beides lässt der deutsche Zoll nicht zu.</p>
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