Liebes Vodafone-Team,
da ich gerne mit offenen Karten spiele, möchte ich euch einleitend darüber informieren, dass ich seit einigen Jahren sowohl lesen als auch rechnen kann. Zwar kommt es vor, dass ich mich verlese und dass ich mich verrechne, jedoch selten.
Dass ihr mich anruft und mir anbietet, die Kosten meines Mobilfunkvertrags zu senken, finde ich nett. Dass dies mit einer 120-Minuten-Option für alle Netze möglich sein soll, finde ich zumindest erstaunlich. Denn es gibt nur zwei Netze, in die ich nicht ohnehin schon kostenlos telefoniere. Dass ihr euch meine Rechnungen angesehen habt und festgestellt habt, dass ich durch die Option (die 10 Euro im Monat kostet) tatsächlich Geld sparen würde, zeigt mir, dass ihr nicht mit offenen Karten spielt.
Ihr hättet mir bei Vertragsabschluss sagen sollen, dass ihr nicht lesen und rechnen könnt. Dass ihr nicht schreiben könnt und eigene Fehler nicht zugeben wollt, habt ihr ja schon eindrucksvoll bewiesen. Dass ihr mich anlügt, das mag ich euch aber nicht (schon wieder) unterstellen. Nein, ihr habt sicher meine Rechnungen gesehen und dabei aber entweder nicht richtig gelesen, dass meine Gesprächskosten in keinem Monat seit Vertragsbeginn höher als 9,07 Euro waren oder ihr seid nicht in der Lage, die Netto-Preise auf der Rechnung in Brutto-Preise umzurechnen. Vielleicht wisst ihr auch nicht, dass 9,07 echt kleiner als 10 ist.
Man muss euch zugute halten, dass die 120 Minuten – wenn man sie ausnutzt – relativ günstig sind. Ohne die Option kann ich für 10 Euro gerade einmal 34 Minuten telefonieren. Mit meinen durchschnittlich 21 Minuten Gesprächszeit bin ich davon aber noch relativ weit entfernt. War das zu viel hohe Mathematik? Dann noch einmal in langsam: Eure Minutenoption lohnt sich für mich nicht.
Bitte nehmt also vor eurem nächsten Anruf Nachhilfe oder fragt jemanden, der sich mit meinen Rechnungen auskennt (z.B. mich), bevor ihr versucht, mich von falschen Aussagen zu überzeugen.
Oder war eure Gewinnmaximierungsabsicht doch höher als eure Ehrlichkeit?
Die Verbraucherzentrale NRW wurde über den Vorfall informiert. Vielleicht kann dort auch jemand Nachhilfelehrer empfehlen.