Neulich in der Bahn

Posted by jedi on März 10, 2010 at 12:00 am.

Wer täglich mit dem ÖPNV unterwegs ist härtet ab oder passt sich an. Es muss jedoch genügend Menschen geben, die tatsächlich abhärten, denn andernfalls wäre längst entweder unsere Gesellschaft oder unsere Sprache ausgestorben.

Das Abhärten lässt sich vielleicht an einem Beispiel kurz erklären:

Eine junge Dame – geschätztes Alter Anfang 20 – telefoniert in der Bahn und telefoniert. Da dies in einer Lautstärke geschah, die es auch den Menschen am anderen Ende des Abteils erlaubte, jedes Wort zu verstehen, wird mit der anonymen Veröffentlichung an dieser Stelle wohl niemand ein Problem haben. Natürlich fehlt die Hälfte des Gesprächs.

Sie: Ey, bist du nicht Skihalle?

Sie: Hab ich voll geilen Film gekauft. Also glaub ich ist voll geil.

[Sie wühlt in ihrem für eine dreitägige Auslandsreise geeigneten Gepäckstück - ihrer Handtasche]

Sie: Buhrit aliefe. Da spielt der von Saw mit. Bestimmt voll cool.

Das Gespräch war zwar an dieser Stelle nicht zu Ende, doch alles hat Grenzen, auch mein Wille, so etwas mit anzuhören.

Präpositionen und Artikel sind etwas, womit sich vielleicht Anfänger beschäftigen. Der oder die wahre Deutsche geht davon aus, dass ein Gesprächspartner genauso versiert ist und lässt unnötigen Ballast einfach weg. Nun kann niemand erwarten, dass jemand, der die deutsche Sprache auf diesem hohen Niveau beherrscht, andere Sprachen auch nur im Ansatz versteht.

Gemeint war übrigens der Film Buried Alive, der es bisher nicht zu einem Artikel in der deutschen (oder englischen) Wikipedia geschafft hat, dafür aber in der Internet Movie Database mit 3,9 von 10 Punkten bewertet wird. Ob Tobin Bell, Darsteller des Jigsaw in der Horrorrheihe Saw den Film zu retten vermag, kann ich nicht beantworten.

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